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EEG-Umlage könnte 2016 erneut sinken und Strompreise weiter reduzieren

Kategorie: Strom

Zum Januar dieses Jahres ist die EEG-Umlage erstmals seit ihrer Einführung im Jahr 1998 leicht zurückgegangen. Grund hierfür war ein Überschuss auf dem EEG-Konto, über das der Ausbau erneuerbarer Energien finanziert wird. Die vielen Sonnenstunden, die der diesjährige Sommer bislang gebracht hat, haben das Guthaben auf dem Konto in den vergangenen zwei Monaten aber erstmals wieder schrumpfen lassen, wie die vier Übertragungsnetzbetreiber auf ihrer Internetseite mitgeteilt haben. Dennoch gehen Experten nicht davon aus, dass die EEG-Umlage zum kommenden Jahr wieder ansteigen könnte – im Gegenteil.

EEG-Umlage könnte 2016 erneut sinken und Strompreise weiter reduzieren Bight Idea

EEG-Guthaben schrumpft von 5 auf 4,3 Milliarden Euro

Das sonnige Wetter im Mai und Juni dieses Jahres haben viele Sommer-Liebhaber sehnlichst erwartet. Die große Anzahl von Sonnenstunden ließ auch die vielen Photovoltaik-Anlagen in Deutschland auf Hochtouren Strom produzieren. Den Betreibern von Solaranlagen hat das sonnige Wetter eine Menge Einnahmen beschert – schließlich erhalten sie über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) feste Einspeisevergütungen für ihren in das Netz eingespeisten Strom. Die Kosten dafür zahlen die Verbraucher über die sogenannte EEG-Umlage auf den Strompreis. Diese ist aufgrund eines Überschusses auf dem EEG-Konto zum Januar 2015 erstmals seit ihrer Einführung im Jahr 1998 leicht gesunken, von 6,24 auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde. Doch während die vier Übertragungsnetzbetreiber Amprion, 50Hertz, TransnetBW und TenneTSO laut ihrer Internetseite Netztransparenz.de in den ersten vier Monaten einen weiteren Anstieg des EEG-Guthabens verzeichnen konnten, haben die vielen Sonnenstunden der letzten Wochen dazu geführt, dass der Kontostand von fünf auf mittlerweile 4,3 Milliarden Euro gesunken ist. Die EEG-Umlage soll den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. Durch feste Einspeisevergütungen für erzeugten Ökostrom sollten Investitionsanreize in regenerative Energiequellen geschaffen werden. In den letzten Jahren ist die EEG-Umlage immer weiter angestiegen. Betrug sie bei ihrer Einführung im Jahr 1998 noch 0,08 Cent pro Kilowattstunde, stieg sie zum Beschluss der beschleunigten Energiewende im Jahr 2011 auf 3,53 Cent und erreichte ihren Höhepunkt im vergangenen Jahr bei einem Stand von 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Eine starke Ökostrom-Produktion und ein geringerer Stromverbrauch, wie es oft im Sommer der Fall ist, lassen das Guthaben auf dem EEG-Konto schrumpfen. Befindet sich das Konto am Ende des Jahres im Minus, muss eine Erhöhung der Ökostrom-Umlage in Betracht gezogen werden.

Strompreise könnten 2016 weiter sinken

Experten gehen aufgrund des noch immer bestehenden großen Überschusses auf dem EEG-Konto aber davon aus, dass der Kontostand bis zum Ende des Jahres nicht ins Minus rutscht. Anstelle dessen könnte ein bis Jahresende bestehender Überschuss sogar dafür sorgen, dass die EEG-Umlage auch zum Jahreswechsel 2016 erneut nach unten korrigiert wird. Ob Stromanbieter die geringeren Kosten dann aber an ihre Kunden weitergeben, ist ihnen überlassen. Experten empfehlen, regelmäßig Strompreise zu vergleichen und bei Bedarf zu einem günstigeren Stromanbieter zu wechseln. Vor allem für Kunden in der vergleichsweise teuren Grundversorgung birgt ein Stromanbieter-Wechsel in der Regel hohe Einsparmöglichkeiten. Bild: Bight Idea von Scott Wilcoxson, CC BY – bearbeitet von Tarifo.de