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Klimaschutz-Vorreiter: 21 deutsche Städte mit im Rennen

Kategorie: Strom

Am vergangenen Dienstag trafen sich in Brüssel die Bürgermeister von mehr als 400 europäischen Kommunen zu einem großen Bürgermeister-Treffen dessen großes Thema der Klimawandel war. Dabei verpflichteten sich 21 deutsche Städte, um eine Reduzierung des Abgasausstoßes um 20 Prozent in den nächsten 11 Jahren. Ein ehrgeiziges Ziel, das neben den deutschen Städten auch viele weitere europäische Städte und Kommunen verfolgen. Und es werden ständig mehr, so der europäische Energiekommissar Andris Piebalgs. Der positive Effekt für den Klimaschutz habe zudem noch einen positiven finanziellen Nebeneffekt: auf diesem Wege sollen rund acht Milliarden Euro Energiekosten eingespart werden, sagte Piebalgs der Presse.



Welche deutschen Städte sind dabei?

21 deutsche Städte sagten bislang dem Klimawandel den Kampf an. Eine Abgas-Reduzierung um 20 Prozent bis 2020 ist kein leichtes Unterfangen. Dennoch stellten sich aus Deutschland die Städte Aachen, Altötting, Bremen, Dortmund, Frankfurt am Main, Freiburg, Greifswald, Hamburg, Hanau, Hannover, Heidelberg, Kaiserslautern, Köln, München, Münster, Neumarkt (Oberpfalz), Nürnberg, Pforzheim, Rheine, Stuttgart und Wölfersheim (in alphabetischer Reihenfolge) diesem ehrgeizigen Projekt, weitere Beteiligungen würden in den kommenden Wochen erwartet.



Die EU wolle, so der aus Lettland stammende Piebalgs weiter, in Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank einen Fonds ins Leben rufen, um die Finanzierung der Projekte zu erleichtern. Über die genauen Konditionen der Kredite wurde bislang noch nichts bekannt, aber sie sollen auch weniger wohlhabenden Kommunen ermöglichen, an dem Projekt erfolgreich teilzunehmen.



Die freiwillige Selbstbeteiligung von ca. 400 europäischen Städten fand bereits großen Zuspruch seitens der Klimaschützer und Unternehmensverbände. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sprach von der Wahrnehmung einer "gesellschaftlichen Verantwortung", Klimaschützer sprachen im Internet von einer "Vorbild- und Schrittmacherfunktion für ganz Europa". Dass die Teilnahme keine reine Werbeaktion für die Städte und Kommunen sei, beweist die strikte Führung: Erfüllt eine Stadt die getroffene Zusage nicht, soll sie unverzüglich aus dem Konvent ausgeschlossen werden.



Sparpotentiale in den teilnehmenden Städten

In den teilnehmenden Städten seien schon jetzt zahlreiche günstige Ökostrom-Tarife verfügbar, die eine zusätzliche Reduzierung der klimaschädigenden Gase vorantreiben können. Laut eines Stromvergleichs in den teilnehmenden Städten könne in über zwei Drittel der Städte bereits jetzt günstiger Ökostrom bezogen werden, der zudem günstiger sei, als der lokale Grundversorgungstarif. Ein Vergleich der Ökostrom-Anbieter in Pforzheim zeigte sehr große Sparpotentiale bis zu 130 Euro im Jahr. Gleiches gelte im Norden der Republik, z.B. für Ökostrom-Anbieter in Greifswald als auch im Westen, wie z.B. bei Ökostrom-Anbietern in Rheine.