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Allianz Deutschland: Gute Bilanz trotz Probleme bei Kfz-Versicherung

Kategorie: Finanzen

Die Allianz Deutschland AG hat ihren Überschuss im vergangenen Jahr um 32 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gesteigert. Im Kfz-Geschäft hat die Allianz jedoch ihre Führungsposition an die HUK-Coburg abgeben müssen. Allianz Deutschland: Gute Bilanz trotz Probleme bei Kfz-Versicherung

Wachstumstreiber Lebensversicherung

Trotz Umsatz- und Gewinnerhöhung ist der Vorstand der Deutschland-Tochter des weltweit größten Versicherers, Allianz SE, nicht zufrieden. Der Jahresüberschuss von 1.3 Milliarden Euro kam vor allem durch den Boom bei Lebensversicherungen gegen Einmalbetrag zustande. Dadurch konnten die Beitragseinnahmen um 6,1 Prozent auf 16 Milliarden Euro steigen. Versicherungsnehmer nutzten in der Zeit der Finanzkrise diese Policen wie Tagesgeldkonten. Da es sich bei der Versicherung nicht um eine klassische Lebensversicherung mit laufenden Beiträgen handelt, erwartet der Versicherer für 2011einen Umsatzrückgang. Das gute Ergebnis bei den Lebensversicherungen wird allerdings von den gesunkenen Beitragseinnahmen bei den Sachversicherungen getrübt. In der Schaden- und Unfallversicherung sanken die Beitragseinnahmen von 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent. Insbesondere das Verhältnis von Kosten und Schadenaufwand zu den eingenommenen Beiträgen muss im kommenden Jahr verbessert werden.

HUK-Coburg Marktführer bei Kfz-Versicherung

Am meisten ärgert die Allianz, dass sie ihre Marktführerschaft im Kfz-Markt an den Konkurrenten HUK-Coburg abgeben musste. Nach jahrelangem Kampf um die Kunden, hat die HUK-Coburg im vergangenen Jahr mehr Verträge bei den Kfz-Versicherungen verzeichnen können als die Allianz. Die HUK-Coburg hat derzeit rund 8,8 Millionen Fahrzeugen unter Vertrag. Die Allianz kommt dagegen nur noch auf 8,16 Millionen Verträge, mit denen sie jedoch höhere Beitragseinnahmen erzielt. Auf den Vorwurf, dass die Allianz Kfz-Versicherung wohlmöglich zu teuer sei, wollte der Vorstand auf der Pressekonferenz nicht eingehen. Mit Erweiterung der Vertriebskanäle auf den Onlinebereich, erhofft sich der Konzern, den Billigtarifen der Konkurrenten im Internet zu trotzen. Den jüngsten Beschluss des Europäischen Gerichtshof über die Einführung von Unisex-Tarifen kritisierte der Vorstandschef der Allianz scharf und befürchtet Preiserhöhungen bei allen Versicherungen.
Bild: Collapsed von Kecko, bearbeitet von Tarifo - CC-BY.