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Finanzkrise wird zunehmend zur Energiekrise

Kategorie: Strom

Die von der Unternehmensberatung A.T. Kearney angefertigte Studie „Von der Finanzkrise zur Energiekrise?“ vom 03. Februar 2009 beschäftigt sich mit den Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise auf die Energiewirtschaft. Aus der Studie geht hervor, dass der zu beobachtende Investitionsrückgang bei Neubau und Modernisierung von Kraftwerken eine direkte Auswirkung der Finanzkrise ist. Das wiederum führt zu einer zunehmenden Überalterung der existierenden Kraftwerke und zu einer Verlangsamung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Die ehrgeizigen Klimaschutzziele der Europäischen Union sind damit gefährdet. Der Wirkungsgrad dieser alternden Kraftwerke sei so gering, so die Studie weiter, dass die Strompreise nach oben gehen würden. Der Verbraucher müsse sich daher langfristig auf Erhöhungen der Strompreise gefasst machen, insbesondere in der Erholungsphase, wenn der Stromverbrauch wieder steigt. Investitionsrückgang und Kurseinbruch „Insbesondere Investitionen in erneuerbare Energien sind von Investitionsrückgängen betroffen“, lautet das alarmierende Ergebnis der Studie. Bereits jetzt lässt sich ein massiver Einbruch der Investitionen auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energie in der zweiten Hälfte 2008 feststellen. Da der Energieverbrauch bis 2020 weiter steigen wird, werden alternative Energien im Gesamtbedarf einen immer kleineren Anteil ausmachen. Die fossilen Primärenergien Öl und Gas hingegen werden ihre Bedeutung aller Voraussicht nach ausbauen. Die geschätzten Werte sprechen von 63 Prozent des gesamten Energieverbrauchs. Auch an der Börse macht sich die Krise der Energiewirtschaft bemerkbar. Während die Börsenkurse für Unternehmen in der Renewable-Branche sich zwischen 2004 und 2008 vervierfacht hatten, brachen die Kurse im letzten Quartal 2008 stark ein und erreichten einen Tiefwert wie zuletzt vor vier Jahren. Die nötigen Investitionen bleiben auf Grund der steigenden Kapitalkosten aus. Erneuerbare Energie als Opfer der Finanzkrise Die Meldungen aus den Mitgliedsstaaten der EU sind Besorgnis erregend. So will, laut einer APA-Meldung vom Dezember 2008, „Italien nach mehr als zwei Jahrzehnten wieder in die zivile Nutzung der Atomkraft einsteigen“, Spanien beschloss eine „Begrenzung des Fördervolumens“ und in Deutschland sicherte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) Stadtwerken beim Bau neuer Kohlekraftwerke bereits umfangreiche Investitionshilfen zu. Für Klimaschützer sind das alarmierende Neuigkeiten: sie sehen die EU-Ziele gefährdet, die einen Ausbau der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent bis ins Jahr 2020 vorsehen. Zunehmender Wettbewerb auf dem Energiemarkt Diese Prognosen lassen vermuten, dass sich in den kommenden Monaten und Jahren der Wettbewerb auf dem Energiemarkt noch stärker verschärfen wird. Die Strompreiserhöhungen könnten zudem die Wechselbereitschaft der Verbraucher antreiben. Das Stromvergleichs-Portal von Tarifo.de rechnet daher mit einem zunehmenden Bedarf an Transparenz im Stromtarif-Dschungel, sowie steigendem ‚Stromanbieter-Hopping’: „Es ist durchaus denkbar, dass sich ein regelmäßiger Stromanbieter-Wechsel finanziell lohnt und etablieren wird.“ vermutet , Sprecherin des unabhängigen Stromvergleichsportals von Tarifo.de. Schon jetzt sind Energievergleichsportale im Internet gefragter als je zuvor. In den letzten Monaten hat sich die Kundenzahl des Stromvergleichs von Tarifo.de verfünffacht, der Trend hält immer noch an.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht auf: Wallstreet Online (06.02.2009)