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Energiewende und Strompreise werden Wahlkampfschwerpunkt der Grünen

Kategorie: Strom

Die Strompreise steigen. Inwieweit dafür die Energiewende verantwortlich ist, das ist umstritten. Die Grünen wollen das Thema einem Papier der Bundestagsfraktion zufolge zu einem Wahlkampfschwerpunkt machen und stellen Forderungen: Der Staat soll sich an den Netzbetreibern beteiligen, die Industrie soll stärker an den Kosten der Energiewende beteiligt werden. Auf diese Weise sollen private Haushalte bei den Stromkosten entlastet werden.

Energiewende und Strompreise werden Wahlkampfschwerpunkt der Grünen Flagge der Grünen

Strompreis für Industrie soll steigen

Ein Problem der Energiewende ist bislang, dass der Bau neuer Stromleitungen nicht mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien mithält. Immer wieder kommt es vor, das produzierter Ökostrom wegen fehlender Netzkapazitäten nicht eingespeist werden kann. Das Energiekonzept der Grünen sieht vor, dass sich der Staat über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kfW) an den Netzbetreibern beteiligt und auf diese Weise den Ausbau der im Zuge der Energiewende benötigten Stromtrassen vorantreibt. Diese werden insbesondere benötigt um den Strom aus Offshore-Windkraftparks in den Süden Deutschlands zu transportieren. Die Industrie profitiert derzeit von Ausnahmeregelungen, unter anderem zahlen viele energieintensive Betrieb nur eine verminderte EEG-Umlage in Höhe von 0,05 Cent pro kWh, anstatt dem Regelsatz von 5,277 Cent. Die Pläne der Grünen sehen vor, dass der verminderte Regelsatz auf 0,5 Cent steigen und für deutlich weniger Firmen als bislang gelten soll. Durch die steigenden Strompreise für die Industrie sollen die Kosten für die Energiewende gerechter verteilt werden. Ob die Pläne der Grünen mit denen des möglichen Koalitionspartners SPD in Einklang zu bringen sind, ist unklar: Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat in seiner Rolle als Aufsichtsrat erst im vergangenen Jahr dem Industriekonzern Thyssen-Krupp politische Unterstützung für niedrige Industrie-Strompreise zugesagt. Dies berichtete das Handelsblatt.

Grüne wollen bis 2030 Strom zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen erzeugen

Der Anteil der Erneuerbaren Energien soll den Plänen der Grünen zufolge bis 2020 von derzeit rund 25 Prozent auf 50 Prozent verdoppelt werden. Bereits ab 2030 soll die Energieerzeugung zu 100 Prozent auf regenerative Quellen umgestellt sein. Auf Biomasse und Wasserkraft soll hierbei allerdings Größtenteils verzichtet werden, da sogenannte "Vermaisungen" und größere Eingriffe in die Landschaft vermieden werden sollen. Erreicht werden soll das Ziel vor allem durch den Ausbau der Windkraft und der Solarenergie. Der schnelle Ausbau der Solarenergie steht derzeit in der Kritik und ist von der Bundesregierung gedeckelt worden, da er die Kosten für die Energiewende besonders stark in die Höhe getrieben hat, da für Solaranlagen vergleichsweise hohe Einspreisevergütungen bezahlt werden, die den Strompreis für private Haushalte durch eine steigende EEG-Umlage verteuert haben. Bild: Flagge der Grünen von benjaminbeckmann, CC BY-SA 2.0 - bearbeitet von Tarifo.de.