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Biogas-Branche streitet über den Sinn von Subvention

Kategorie: Gas

Die Bundesregierung wird die Förderung von Solarstromanlagen vom 1. Juli an um 15 bis 16 Prozent kürzen. Dadurch geraten einige Anbieter, die mit dauerhaften Vergünstigungen kalkuliert hatten, in Bedrängnis. Ein ähnlicher Prozess war zu beobachten, als die Bundesregierung vor drei Jahren eine sukzessive Besteuerung von Biodiesel beschloss. Das hindert die Biogas-Branche jedoch nicht ihrerseits vehement um die Einführung von Subventionen zu streiten. Ein Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz (EGE) und damit eine feste Einspeisevergütung für Biomethan fordert beispielsweise der Fachverband Biogas, in dem rund 4000 bäuerliche Produzenten, Ingenieurbüros und Hersteller von Biogasanlagen organisiert sind. Dagegen setzt sich der Biogasrat mit Blick auf seine industriell orientierten Mitglieder für eine feste Einspeisequote ein. Keiner der Lobbyisten scheint die Gefahren zu erkennen, die mit einer subventionierten Branche einhergehen. Einerseits ist die Eingangs erwähnte Abhängigkeit von beständig fließenden Subventionen zu berücksichtigen. Andererseits verhindern Subventionen auch den marktwirtschaftlichen Aufbau einer Branche, die vor allem mit der Verteilung der Subventionen beschäftigt ist. Vor allem ist dieses ärgerlich, da die Branche beste Vorausetzungen hat ohne Subventionen erfolgreich zu sein. Im Gegensatz zur Wind- und Solarenergie ist der Anteil der Fixkosten weitaus geringer. Durch den hohen Anteil der variablen Kosten ist bei festen Vergütungen die Gefahr deshalb sehr groß, die Marktpreisschwankungen nicht zeitnah weiter geben zu können.