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Energiewende-Index: Wirtschaft fürchtet um Versorgungssicherheit

Kategorie: Strom

Die Energiewende wird neuerdings von einem Index, dem Deusschen Energiewende-Index, kurz DEX, begleitet. Dieser wird von der deutschen Energie-Agentur (dena) veröffentlicht. Der Index stellt dar, wie die Stimmung im Lande zur Energiewende ist. Nun hat die dena den neuen Index zum ersten Mal veröffentlicht. Während die Politik die Energiewende positiv bewertet fürchtet insbesondere die Wirtschaft um die Versorgungssicherheit. Energiewende-Index: Wirtschaft fürchtet um Versorgunssicherheit Zur Ermittlung des Energiewende-Index befragen die dena und die Unternehmensberatungs-gesellschaft Ernst & Young Manager aus unterschiedlichen Branchen, die von der Energiewende betroffen sind. Die Skala des DEX reicht von 0 bis 200. Umso höher der Wert, desto positiver die Stimmung.

Rahmenbedingungen werden besonders schlecht beurteilt

Verbraucher und Netzbetreiber beurteilen die Energiewende eher negativ, da der Index mit 95,9, beziehungsweise 97,4, unterhalb des Durchschnitts liegt. Anders sieht die Lage bei Politikern und Interessenvertretern aus, die die Energiewende mit einem Wert von 121,3 klar positiv bewerten. Die Energieunternehmen stehen der Umstellung der Stromversorgung auf Erneuerbare Energien neutral gegenüber (DEX: 100,6). Die Rahmenbedingungen werden von der Wirtschaft als sehr schlecht bewertet (DEX: 38,5). Besonders bei den Marktbedingungen und dem Netzausbau besteht nach Aussage des dena-Geschäftsführers Stephan Kohler Handlungsbedarf.

Industrie und Politik wollen miteinander reden

Hans Peter Keitel, Chef des Bundes der Deutschen Industrie (BDI), fordert aufgrund der Schwierigkeiten bei der Energiewende, dass Details, die sich als falsch herausstellen, auch korrigiert werden können. Keitel setzt hierbei auf den neuen Umweltminister Peter Altmaier. Dieser nahm das Gesprächsangebot des Industrie-Vertreters an und sagte, dass die Energiewende nur dann gelinge, wenn die beteiligten Akteure miteinander reden. Viele Stromverbraucher hoffen, dass den vielen Worten auch bald Taten folgen, denn die Strompreise werden in den kommenden Monaten wegen der EEG-Umlage weiter ansteigen, falls nichts geschieht. Volker Kauder, der Fraktionschef der Union, bestätigte eine Prognose des Spiegel, wonach die EEG-Umlage auf über 5 Cent je Kilowattstunde ansteigen wird. Eigentlich will die Bundesregierung die Umlage auf 3,5 Cent begrenzen. Kauder rechnet nicht damit, dass dies gelingt, stattdessen werden die Strompreise deutlich ansteigen. Bild: Electric Windmill von paolosdala, CC BY-SA 2.0 - bearbeitet von Tarifo.de.