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Stromkosten-Bremse: Altmaier und Rösler fordern bezahlbare Strompreise

Kategorie: Strom

Die Strompreise sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Fast allen Prognosen zufolge wird es in den kommenden Jahren für die Verbraucher noch teuer werden. Umweltminister Peter Altmaier bringt deshalb eine Stromkosten-Bremse ins Gespräch. Er fordert, dass Strom bezahlbar bleiben muss. Auch Wirtschaftsminister Philipp Rösler will einen Kostenstopp bei der Steigerung der Energiepreise, denkt dabei jedoch in erster Linie an den Mittelstand. Stromkosten-Bremse: Altmaier und Rösler fordern bezahlbare Strompreise

Stromkosten steigen in einem Jahr bis zu 175 Euro pro Haushalt

Die Energiewende wird bisher vornehmlich von privaten Endverbrauchern sowie kleinen und mittelständischen Firmen finanziert. Große Industrieunternehmen, die besonders viel Strom verbrauchen, können sich immer öfter von den Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Stromnetze befreien lassen. Rösler denkt darüber nach auch den Mittelstand an den Abgaben-Befreiungen zu beteiligen. Spiegel-Informationen zufolge rechnet das Wirtschaftsministerium damit, dass die Stromkosten in den kommenden 12 Monaten um 3  bis 5 Cent je Kilowattstunde (kWh) steigen können. Dies bedeutet, dass Strom für einen dreiköpfinge Familie um bis zu 175 Euro teurer werden wird. Diese Kosten decken jedoch nur die Mehrausgaben für den Ökostrom-Ausbau und den dringlich notwendigen Ausbau der Stromnetze ab. Strompreissteigerungen, die allein den Stromanbietern zugute kommen, können noch hinzukommen.

Altmaier für Staatshilfen bei hohen Strompreisen

Bereits heute wird ca. 600.000 Verbrauchern pro Jahr der Strom abgestellt, dies errechnete die Verbraucherzentrale NRW. Die meisten Betroffenen können ihre Stromrechnung schlichtweg nicht mehr bezahlen. Sollten die Strompreise weiter steigen wird befürchtet, dass noch mehr Verbrauchern der Strom ausgeknipst wird. Altmaier sagte im Spiegel, dass es deshalb auf den Staat ankommen, Strom nicht zum Luxusgut werden zu lassen. Der Staat müsse Hilfe anbieten. Bis zum Sommer will der neue Umweltminister ein 10-Punkte-Programm vorlegen, indem er konkrete Zielvorgagen vorstellen will. Der Staatsanteil an den Stromkosten beträgt mittlerweile rund 45 Prozent. Sollte die Ökostromförderung wie bisher weitergehen wird dieser Anteil weiter ansteigen. Die Strompreise der Stromversorger unterschieden sich trotz des hohen Staatsanteils teilweise deutlich. Besonders Stadtwerke, die über die Einnahmen im Energiegeschäft Hallenbäder finanzieren oder Haushaltslöcher stopfen, sowie Konzerne, die hohe Rendite-Erwartungen erfüllen müssen, verlangen oft deutlich höhere Strompreise als andere Stromanbieter. Für Stromkunden dieser Versorger ist eine weitere Erhöhung der Stromkosten von staatlicher Seite aus deshalb besonders schmerzhaft. Bild: Current Cost transmitter and sensor von tristanf, CC BY - bearbeitet von Tarifo.de