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Energiewende: Stromnetze werden zu langsam ausgebaut

Kategorie: Strom

Die Bundesnetzagentur hat ihren Jahresabschluss vorgestellt. Ein gutes Jahr nach Fukushima und dem vorzeitigen Abschalten von acht Kernkraftwerken kommt die Behörde zu einem besorgniserregenden Befund: Die Stromnetze werden viel zu langsam ausgebaut, die Verzögerungen hierbei werden immer größer. Für die Energiewende ist dies eine schlechte Nachricht, denn neue Stromnetze werden dringend benötigt. Energiewende: Stromnetze werden zu langsam ausgebaut Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, sagte bei der Vorstellung des Berichts, dass sich viele wichtige Stromleitungen um bis zu zwei Jahren verzögern. Aktuell ist geplant über 1.800 Kilometer an neuen Stromleitungen zu bauen. Fertiggestellt sind bislang aber nur gut 200 Kilometer. Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien kann es jedoch sein, dass noch viel mehr Stromleitungen benötigt werden.

Netzkosten werden weiter ansteigen

Da die Stromnetze schnell ausgebaut werden müssen geht Homann davon aus, dass auch die Netzkosten weiter steigen werden. Dies könnte besonders für Privathaushalte zu steigenden Strompreisen führen, denn die Industrie muss teilweise nicht für die Netzkosten aufkommen. Vor allem im Winter rechnet die Bundesnetzagentur mit einer angespannten Situation. Einen genaueren Bericht darüber will die Behörde am Montag veröffentlichen. Eine Entwarnung kann laut Homann nicht gegeben werden. Der Netzausbau, ein wichtiger Baustein der Energiewende, steht nach wie vor vor schwierigen Herausforderungen. Bild: Electric sky / Elektrická obloha von amneziak, CC-BY-SA - bearbeitet von Tarifo.de.