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Das Ende der Glühbirne - Energiespar-Order der EU

Kategorie: Strom

Stromfresser Glühbirne Was 1879 als Revolution galt, als geniales Produkt des Super-Erfinders Thomas Edison, wird heute von der EU naserümpfend als Energieschleuder betrachtet: die Glühbirne. Diese ist laut Experten aus 27 EU-Staaten ein zu großer Stromfresser. Da nur ca. 5% des Stroms in Licht umgewandelt wird und der Rest als ungenutzte Wärme verpufft, hat die EU-Kommission nun endgültig das Aus der Glühbirne beschlossen und setzt damit künftig auf Energiesparlampen. Moderne und energieeffiziente Sparlampen verbrauchen ca. 70% weniger Strom als eine Glühbirne - und das bei einer Lebensdauer, die im Schnitt bis zu sechs Mal höher liegt. Der höhere Anschaffungspreis rechnet sich auf Grund der Lebenserwartung besser als bei der Glühbirne. Die EU folgte damit unterschiedlichen Empfehlungen zum Klimaschutz, unter anderem der Europäischen Lampenindustrie (ELC). Die Nutzung von Energiesparlampen, die nun gesetzlich geregelt ist, erfreute sich nach einer Mitteilung der Deutschen Energie-Agentur (dena), in den letzten Jahren bereits wachsender Beliebtheit. Im Jahr 2007, so die dena, hatten bereits knapp 80 Prozent mindestens eine der Strom sparenden Lampen zu Hause im Einsatz. Eine durchschnittliche Familie mit vier Personen könne mit dem Austausch von Glühbirnen gegen Energiesparlampen so bis zu 90 Euro Stromkosten im Jahr sparen (hier: weitere Hinweise rund ums Energie sparen). EU mit Vorreiterposition Weltweit wäre die EU damit der erste Staatenverbund, der sich von der Glühbirne verabschiedet. Zuvor verabschiedeten bereits Kalifornien und Australien ähnliche Gesetze, Neuseeland kündigte entsprechende Maßnahmen für das kommende Jahr an. Der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sagte in Berlin: "Mit diesem Beschluss setzen wir auch gegenüber den Verbraucherinnen und Verbrauchern ein Signal für die Verwendung effizienter Produkte. Das schont gleichzeitig den eigenen Geldbeutel." Umweltorganisationen wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) freuten sich über die, wie sie sagten, "richtige Entscheidung für den Klimaschutz". Die Zahlen, die aus Brüssel kommen, sind überwältigend. Allein in Deutschland ist es durch die Abschaffung der Glühbirne und den konsequenten Einsatz von Energiesparlampen möglich, 7,5 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr einzusparen. Das bringt zudem eine Emissions-Reduzierung von ca. 4,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Eine Stromkosten-Ersparnis in Höhe von 5 bis 10 Milliarden Euro jährlich soll die Umstellung der EU bringen. Beeindruckende Bilanz für einen schlichten Austausch der Glühbirnen durch Energiesparlampen. Tod auf Raten Allerdings soll die Glühbirne nicht über Nacht abgeschafft werden. Jeder Verbraucher darf seine Glühbirnen weiterhin ganz normal benutzen. Allerdings sind ab 2012 EU-weit nur noch Energiesparlampen erhältlich. 100-Watt-Lampen sollen nach Angaben aus Brüssel sogar bereits im September 2009 offiziell aus dem Handel genommen werden. Ab 2010 kommen dann auch die Glühbirnen mit 40 Watt Leistung und mehr hinzu.