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Atomausstieg: RWE will nach Gewinneinbruch auf Nachhaltigkeit setzen

Kategorie: Strom

Der Energiekonzern RWE hat 2011 einen Gewinneinbruch erlitten. Das Betriebsergebnis schrumpfte um mehr als 24 Prozent, auch der Umsatz ging zurück, zwar nur um 3,1 Prozent, die Richtung ist jedoch alarmierend. Die Dividende für Aktionäre sank von 3,50 Euro im Vorjahr auf 2 Euro je Aktie. Ein Grund für das Ergebnis: RWE setzte zu lange auf die Kernkraft und kämpfte für Laufzeitverlängerungen. Der Atomausstieg kostete das Unternehmen allein im vergangenen Jahr über eine Milliarde Euro. Nun möchte der Energiekonzern auf Nachhaltigkeit statt Atomkraft setzten.  Atomausstieg: RWE will nach Gewinneinbruch auf Nachhaltigkeit setzen

Erneuerbare Energien als neues Unternehmensziel

Jürgen Großmann, noch bis Juli Vorstandschef von RWE und einer der Vorkämpfer für die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke 2010, sagte, dass bereits Maßnahmen eingeleitet wären um zukünftig nachhaltig handeln zu können "und weitere Investitionen in den Ausbau der Erneuerbaren Energien" zu tätigen. Nachhaltigkeit hat Atomstrom auf der Agenda der RWE als wichtigster Punkt abgelöst. Neben dem Atomausstieg entwickelte sich im vergangenen Jahr auch das Gasgeschäft nicht im Sinne von RWE. Das Unternehmen hat langfristige Lieferverträge mit Konzernen wie Gazprom abgeschlossen, die feste Abnahmepreise beinhalten, die an den Ölpreis gebunden sind. Die Preise auf den Handelsplätzen für Gas, etwa auf der Energiebörse in Leipzig, liegen aber schon seit längerem unter den Einkaufpreisen, die RWE bezahlt. Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energie plant der Gas- und Stromanbieter Kosten zu sparen. In den kommenden beiden Jahren will RWE ungefähr eine Milliarde einsparen. Zudem will das Unternehmen weniger Unternehmensanteile verkaufen als ursprünglich geplant. Mit diesen Maßnahmen will der Energiekonzern bereits in diesem Jahr wieder das Niveau von 2010 erreichen. Bild: FingeRWEg von gruenenrw, CC BY-SA 2.0 - bearbeitet von Tarifo.de.