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Gasheizung

Eine besonders in Mehrfamilienhäusern beliebte Alternative zur meist mit Öl betriebenen Zentralheizung ist die Gasheizung. Bei diesen Heizungsanlagen wird die Wärme meist nicht für das ganze Haus, sondern nur für eine Etage oder Wohneinheit bereitgestellt. Grundsätzlich kann dabei zwischen drei verschiedenen Formen der Gasheizung unterschieden werden: Wird das Gas ausschließlich fürs Heizen verwendet, so handelt es sich um eine sogenannte Umlaufwasserheizung. Die Therme wird in diesem Fall vom Temperaturregler der Heizung gesteuert. Soll mit der Gasheizung auch das Wasser erwärmt werden, kommt in der Regel die Kombitherme zum Einsatz. Die Kombitherme stellt dann bei Warmwasserbedarf umgehend von Heizbetrieb auf Durchlauferhitzung um. Bei der dritten Variante der Gasheizung handelt es sich um ein Zusammenspiel von Therme und Warmwasserspeicher. Die Therme sorgt hier im Gegensatz zur reinen Umlaufwasserheizung nicht nur für warme Heizkörper, sondern wärmt den Wasserspeicher gleich mit. Nachdem das Warmwasser entnommen wurde, wird es von der Therme wieder auf die gewünschte Solltemperatur erwärmt. Die für eine Gasheizung benötigten Geräte (Therme, Kombitherme bzw. Warmwasserspeicher) sind je nach Ausführung relativ kompakt und können platzsparend an die Wand gehängt oder in Schränken verbaut werden. Die Installation einer Gasheizung muss von professionellem Personal durchgeführt werden.

Gasheizung: Nachteile

Die Warmwasserbereitstellung im Durchlaufprinzip benötigt eine hohe Wärmeleistung, weshalb Kombithermen in der Praxis relativ laut sind. Eine Gasheizung mit Speicher erweist sich zwar als ruhiger, nimmt jedoch auch mehr Platz in Anspruch, verbraucht mehr Energie und ist somit kostenintensiver. Grundsätzlich hat jede Gasheizung darüber hinaus das Problem, dass sie beim Verbrennen von Gas der Luft Sauerstoff entzieht und so das Raumklima beeinträchtigt. Abhilfe verschaffen hier Luftschlitze in den Türen zu angrenzenden Räumen. Und nicht zuletzt ist der erst langsam in Schwung kommende Wettbewerb auf dem Gasmarkt dafür verantwortlich, dass das Heizen mit Gasheizungen immer noch relativ teuer ist.

Gasheizung: Vorteile

Im Gegensatz zur Zentralheizung wird die Gasheizung nicht zentral, sondern meist direkt in der zu beheizenden Wohnung eingebaut. Eine Gasheizung hat somit den Vorteil, dass keine Wärme beim Transport durch das Heizsystem verloren geht. Die Anschaffungskosten sind zudem vergleichsweise gering, weil das Gas direkt geliefert wird und so keine Lagerkosten entstehen. Auch gilt die Gasheizung als eine umweltschonende Art des Heizens, weil bei der Verbrennung von Erdgas kaum unerwünschte Nebenprodukte entstehen. Besonders für Mieter interessant: bei der dezentralen Gasheizung zahlt man dank individueller Abrechnung nur für Gas, welches man auch wirklich verbraucht. Und Sorgen um die Sicherheit müssen sich Verbraucher auch keine mehr machen: seit langem schon verhindert die Technik moderner Gasheizungen den Austritt des leicht entzündlichen Erdgases. Falls dies dennoch geschieht, fällt dies in der Regel frühzeitig auf, denn die Gasversorger mischen dem Erdgas einen speziellen Duftstoff bei, durch den austretendes Gas schnell erkannt werden kann. Damit eine Gasheizung auch dauerhaft sicher und stabil arbeitet, muss sie jedoch mindestens einmal pro Jahr überprüft werden.

Gasheizung: Fazit

Inzwischen können Gaskunden in fast allen Regionen Deutschlands zwischen mindestens zwei Gasanbietern wählen. Dies macht die Gasheizung als Alternative zur Zentralheizung wieder attraktiv. Der Verbraucher kann mittels Thermostat die Heiztemperatur seinen individuellen Bedürfnissen anpassen und hat so auch direkten Einfluss auf seine Gasrechnung. Dessen ungeachtet gilt für Gas wie für Öl, dass die Abhängigkeit von endlichen Ressourcen auf lange Sicht nicht unproblematisch ist. Immobilienbesitzer und Bauherren sollten sich daher vor dem Einbau einer Gas- oder Zentralheizung überlegen, ob sich die Installation einer Wärmepumpe oder einer Holzpellets-Heizung langfristig nicht eher lohnt.