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Fracking

Fracking, im englischen Hydraulic Fracturing genannt, ist eine Methode der Gasförderung. Beim Fracking wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien durch ein Bohrrohr in Tiefen gepresst, die tausende von Metern betragen können. Durch das Gemisch wird ein Druck aufgebaut, der Gesteinsschichten auseinander drückt. Es entstehen Risse im Gestein. Ein Teil des Gemisches wird daraufhin wieder nach oben gepumpt. Ein anderer Teil, vor allem der Sand, bleibt unter der Erde und sorgt unter anderem dafür, dass die Risse an den Gesteinsschichten offen bleiben. Auf diese Weise kann Gas an die Oberfläche befördert werden. Wirtschaftlichkeit von Fracking Die Fracking-Methode wird bereits seit Jahrzehnten in der konventionellen Gasförderung eingesetzt. Wenn der Druck eines Gasfeldes nachlässt, ist es durch Fracking möglich noch mehr Erdgas aus dem Boden zu holen. Erst seit wenigen Jahren wird Fracking, vor allem in den USA, auch bei der unkonventionellen Gasförderung angewandt. Der Abbau von Schiefergas mithilfe des Fracking ist aufwendiger als die konventionelle Gasförderung, und daher auch teurer. Durch den stetig steigenden Energiebedarf und den hohen Ölpreis ist Fracking wirtschaftlich geworden. Wenn mehr Gas auf dem Markt ist, können auch für Gasverbraucher die Preise sinken. Beispielsweise war der Gaspreis in den USA unter anderem wegen des Booms von Fracking Anfang 2012 so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Auch die Versorgungssicherheit spielt in einigen Ländern bei der Diskussion um Fracking eine wichtige Rolle. Umweltprobleme von Fracking Die Auswirkungen von Fracking auf die Umwelt sind umstritten. In den USA sorgte der Film Gasland für aufsehen, in dem unter anderem zu sehen war, dass Menschen ihr Trinkwasser anzünden konnten. Ob und in wie weit Fracking für Umweltbeeinträchtigungen verantwortlich gemacht werden kann ist wissenschaftlich kaum erforscht, vor allem über die Langzeitfolgen ist wenig bekannt. Energieunternehmen halten Fracking für ungefährlich. Von anderen Stellen wird neben Verunreinigungen des Trinkwassers vor allem vor Umweltschäden durch giftige Chemikalien gewarnt. Die Auswirkungen des Frackings auf den Klimawandel sind umstritten. Einerseits wird durch den Gasverbrauch weniger CO2 als bei Kohle oder Öl freigesetzt, andererseits wird durch Fracking aber auch das Klimagas Methan freigesetzt.