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Dispositionskredit

Viele Millionen Verbraucher besitzen ein Girokonto und können dieses im Rahmen einer Kreditlinie, welche von der Bank zur Verfügung gestellt wird, auch überziehen. Diese Kreditlinie auf dem Girokonto wird im Bereich der Privatkunden auch als Dispositionskredit bezeichnet. Im Gegensatz zu anderen Kreditarten handelt es sich beim Dispositionskredit, der vielfach auch verkürzt als Dispokredit oder Dispo bezeichnet wird, um keinen festen Kreditbetrag, sondern um einen Kreditrahmen. Diesen Rahmen kann der Kunde bei Bedarf nutzen, er muss ihn aber nicht in Anspruch nehmen. Zudem muss zum Erhalt vom Dispositionskredit auch kein Kreditvertrag aufgesetzt werden, sondern der Kreditrahmen wird relativ formlos auf dem Konto des Kunden zur Verfügung gestellt. Der Dispositionskredit zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus, welche diesen von den meisten anderen Kreditarten unterscheiden. Ein Merkmal des Dispokredites ist zum Beispiel, dass es keinen festen Termin gibt, bis wann der in Anspruch genommene Kredit zurückgezahlt werden muss. Die Kreditlinie steht demnach in den meisten Fällen dauerhaft und ohne Einschränkung zur Verfügung. Die zu zahlenden Sollzinsen werden zudem auch nur von dem Betrag berechnet, den das Girokonto im Soll geführt wird. Die Zinsen werden dabei täglich genau berechnet und fallen in der Regel im Rahmen des Rechnungsabschlusses alle drei Monate an. Kennzeichnend für den Dispositionskredit ist auch, dass der Kredit als solcher sehr teuer ist. Der Zinssatz im Bereich Dispositionskredit liegt in einem Rahmen zwischen zehn bis hin zu 14 Prozent auf das Jahr gerechnet.

Grundsätzlich überprüft die Bank natürlich die Bonität des Kunden, um dann zu entscheiden, ob ein Dispositionskredit zur Verfügung gestellt werden kann oder nicht. Nahezu unabdingbare Voraussetzungen zum Erhalt eines solchen Kreditrahmens sind zum einen ein regelmäßiges Einkommen und zum anderen auch, dass keine negativen Einträgen in der Schufa vorhanden sind. Die Höhe vom Dispositionskredit kann recht frei zwischen Bank und Kunden verhandelt werden. Als Obergrenze hat sich in der Praxis eingebürgert, dass die Banken maximal das dreifache monatliche Nettoeinkommen als Dispositionskredit zur Verfügung stellen. Falls man den Kreditrahmen über einen längeren Zeitraum nutzt, ist es aus finanzieller Sicht meistens sinnvoller, in einen Ratenkredit umzuschulden, weil der Zinssatz hier deutlich geringer ist.