Schnell & einfach
Finde den günstigsten Tarif
Bis zu 900 € sparen

Coals-to-Liquid CtL Verfahren

Die Übersetzung aus dem Englischen gibt Aufschluss: Kohle wird hier verflüssigt und zu Kraftstoffen wie Benzin, Diesel oder technische Gase umgewandelt. Der benötigte Wasserstoff ergibt sich aus der Kohlevergasung. Bei der Fischer-Tropsch-Synthese werden die Produkte der Kohlevergasung zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen genutzt. Durch Extraktion von Kohle im Beisein von Wasserstoff und Anwesenheit von Lösungsmitteln als Überträger unter einem bestimmten Druck werden gleiche Ergebnisse erzielt. Erwähnenswert ist ein großtechnisches Verfahren durch direkte Hydrierung von Kohle mit H2 durch eine exotherme Reaktion, das Bergius-Pier-Verfahren. Hierbei erhält man vorwiegend flüssige Kohlenwasserstoffe, die an Tankstellen oder als Heizöl an Haushalte gehen können. Das oben genannte FT-Verfahren nutzt die Kohlevergasung bei hohen Temperaturen, den Einsatz von Wasserdampf, Luft oder Sauerstoff und erhält als Endprodukt zunächst ein synthetisches Gas, später infolge der Abtrennung von NO2 und SO2 durch Einsatz von Katalysatoren werden Kohlenwasserstoff und H2O frei gesetzt. Aromaten, Heizöl, Diesel und Benzin sind die Endprodukte beim Coals-to-Liquid CtL Verfahren. Bei der Kohleextraktion verwendet man Lösungsmittel, die unter gegebenen Umständen H2 an Kohle abgeben. Verwendet wird meist Tetralin, das während der Reaktion zu Naphtalin oxidiert.