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Aktienanleihe

Bei der Aktienanleihe handelt es sich um ein festverzinsliches Wertpapier, welches viele Anleger im Rahmen einer Kapitalanlage nutzen. Die Geldanlage Aktienanleihe ist auch unter dem Namen Aktienandienungsanleihe oder Reverse Convertible Bond bekannt. Mit dem Erwerb der Anleihe erhält der Käufer und Inhaber vor allen Dingen zwei Rechte. Zum einen hat er einen Anspruch auf eine jährliche Zinszahlung, die in der Regel auf ein separates Konto erfolgt, zum Beispiel auf das Girokonto. Zum anderen hat der Inhaber auch ein Recht darauf, sein Kapital zurückzuerhalten. An dieser Stelle tritt allerdings eine Besonderheit auf, die kennzeichnend für die Aktienanleihe ist. Während der Anleger nämlich bei nahezu allen anderen Anleihen das Recht hat, den angelegten Nominalbetrag bei Fälligkeit der Anleihe zurückzubekommen, ist das bei der Aktienanleihe nicht zwingend der Fall.

Das Hauptmerkmal der Aktienanleihe besteht nämlich darin, dass der Emittent sich aussuchen kann, ob er bei Fälligkeit den Nominalbetrag zurückzahlt oder ob er das Kapital des Anlegers in Aktien zurückzahlt. Hat ein Anleger also zum Beispiel für einen Nominalbetrag von 20.000 Euro eine Aktienanleihe erworben, hat der Emittent der Anleihe am Laufzeitende das Wahlrecht, ob er diese 20.000 Euro zurückzahlt oder alternativ eine bestimmte Anzahl von Aktien liefert. Sowohl die Anzahl der Aktien als auch um welche Aktien es sich handelt, ist von vornherein festgelegt. Konkret bedeutet dies: Im Beispiel kauft der Kunde für 20.000 Euro eine Aktienanleihe. Im Rahmen der Emissionsbedingungen könnte nun zum Beispiel festgelegt sein, dass der Emittent bei Fälligkeit statt der Rückzahlung dieser 20.000 Euro auch 200 Aktien an den Inhaber der Anleihe liefern kann.

Der Emittent wird sich bei einer Aktienanleihe natürlich nur dann für die Lieferung der Aktien entscheiden, wenn der Kurswert der einzelnen Aktie im Beispiel unter 100 Euro liegt. Hat die Aktie zum Beispiel einen Kurs von 90 Euro, wäre das bei 200 Aktien nur ein Gesamtwert von 18.000 Euro, den der Emittent anstelle des Nominalbetrages von 20.000 Euro zahlen müsste. Für den Inhaber der Aktienanleihe wäre das also ein Verlust von 2.000 Euro. Aufgrund dieses erhöhten Risikos ist ein weiteres Merkmal der Aktienanleihe, dass der Zinssatz während der Laufzeit deutlich über dem Zinssatz von vergleichbaren Anleihen liegt.